Caprivi-Streifen (Sambesi)

 

Der Caprivi ist eine Landzunge, die bis zum Sambesi-Fluss und sogar fast bis zu den Viktoriafällen reicht. Benannt nach dem früheren deutschen Kanzler, Leo von Caprivi, wurde der Zipfel 1890 als Teil des Helgoland-Sansibar-Vertrags zwischen Deutschland und Großbritannien an das damalige Deutsch-Südwestafrika übertragen.

 

Die Region heißt heutzutage „Sambesi“, obwohl der Name „Caprivi“ sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen immer noch verwendet wird.

 

Mit seinen Flüssen, Sumpf- und Waldgebieten, steht der Caprivi im Kontrast zum restlichen Namibia. Hier sieht man Tiere, die in anderen Teilen des Landes nicht oder nur vereinzelt vorkommen, beispielsweise Flusspferde, Krokodile und bestimmte Antilopenarten.

 

Das Wetter ist im Sommer oft schwül und gewitterig, vor allem in der Hauptregenzeit (Dezember bis Februar – früher als im übrigen Namibia). Aus diesem Grund schließen einige Lodges zu dieser Zeit ihre Pforten.

 

Die beste Zeit, diese Region zu besuchen, ist daher in den trockenen Wintermonaten (ca. Mai bis September). Die Trockenheit und der steigende Wasserpegel aufgrund des Regenfalls in Angola, lockt Tiere aller Arten an die Flüsse. Hier steht also die Tierbeobachtung im Vordergrund.

 

Im Caprivi-Streifen gibt es mehrere Nationalparks, die du mit dem eigenen Auto erkunden kannst. Eine weitere Möglichkeit, Tiere zu beobachten, ist mit einem Boot. Viele Lodges in der Region bieten Bootsfahrten an, die von ein paar Stunden, einem ganzen Tag bis hin zu mehreren Tagen dauern können, je nachdem was der Gast sich wünscht. Bei längeren Bootsfahrten ist eine Buchung im Voraus nötig.